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Infos zum Haller Willem

Wenn am 12. Juni an allen Bahnhöfen wieder die Gesamtstrecke von Bielefeld über Borgholzhausen bis Osnabrück gefeiert wird, schaut man zurück auf eine langjährige Geschichte des Haller Willems und sieht eine moderne Zukunft für die Bahnreisenden.

Am 15. August 1886 ging die erste Eisenbahn zwischen Osnabrück und Bielefeld in Betrieb. Dies brachte ungeahnte wirtschaftliche Entwicklungen. Der damals sehr beliebte Wilhelm Stuckemeyer, der die Strecke zuvor nur einmal täglich mit Pferde-Fuhrwerken befuhr, musste sein Fahrgeschäft aufgeben. Sein Name übertrug sich auf die erfolgreiche Eisenbahnverbindung, die fortan „Haller Willem“ genannt wurde.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahmen die Fahrtgastzahlen und die Gütertransporte stetig ab. Mit PKW und LKW entstand eine Konkurrenz. Vor allem war die Technik aus der Anfangszeit der Eisenbahn an ein modernes, leistungsfähiges Verkehrssystem nicht mehr gewachsen. Wie damals üblich, reagierte die Deutsche Bundesbahn 1984 mit der Einstellung des Personenverkehrs im niedersächsischen Abschnitt des „Haller Willems“ zwischen Dissen/Bad Rothenfelde und Osnabrück. Seitdem endet der Zug an einem Prellbock am Bahnhof in Dissen. Das Ende des gesamten „Haller Willem“ schien besiegelt zu sein.

Doch es geschah, sagen heute viele, ein Wunder. Viele Akteure, Land NRW, der Zweckverbund Ostwestfalen-Lippe, alle Städte an der Strecke und insbesondere die „Initiative Haller Willem“ präsentierten ein modernes Konzept. Es fand Anerkennung als dezentrales Modell-Projekt der Weltausstellung EXPO 2000. Im Juni 2000 konnte man die ersten modernen Talentzüge an neuen Bahnhöfen bewundern und feiern.

Schnelle, vertaktete Fahrzeiten, Einbindung in die bedeutenden Verkehrsknotenpunkte Bielefeld und Osnabrück, moderne, komfortable und schnelle Züge prägen jetzt das Bild des neuen „Haller Willem“. Renovierte und attraktive Bahnhöfe mit zusätzlichen bürgerfreundlichen Service wie beispielhaft der Kulturbetrieb „B3 Bühne Bahnhof Borgholzhausen“ und der „Pium-Bus“ in Borgholzhausen haben wieder das Bahnfahren in den Städten und Gemeinden verankert.

Die Fahrgastzahlen haben sich seitdem verdoppelt, nicht zuletzt ein Grund, dass auch die Landesregierung Niedersachsen die Modernisierung der brachliegenden Strecke bis Osnabrück vorantrieb. Jetzt verschwindet der Prellbock von 1984 und macht die Zugfahrt wieder frei von und zu den Bahnhöfen Hilter – Wellendorf – Oesede -Kloster Oesede – Sutthausen – Osnabrück.

Der Kultursonntag am Bahnhof wird Fahrgäste aus der gesamten Region nach Borgholzhausen locken, die Bürger in Pium steigen ein zu Ausflugsfahrten … und ein Wunsch wird konkreter – Der Haller Willem transportiert zukünftig viele Touristen ins attraktive Borgholzhausen, zu den Sehenswürdigkeiten und Geschäftsleuten der Stadt.

Weiter Informationen über den Haller Willem: www.haller-willem.de



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